Start/Vormontage und Prüfung
Bauteilmontage und -prüfung
Löt-Baugruppen inklusive Vormontage und Endprüfungen
Schon in den ersten Jahren nach Gründung der Harnischmacher GmbH hat sich gezeigt, dass unsere Kunden gerne die Komplettverantwortung für Lötbaugruppen an uns übergeben haben. In kurzer Zeit ist der eigenständige Produktionsbereich „Vormontage“ entstanden. Dieser wurde kontinuierlich und konsequent weiter entwickelt.
Die Vormontage übernimmt die lagerichtige Vorfixierung aller Bauteile einer Lötbaugruppe. Dieses ist notwendig, da wir während des eigentlichen Lötprozesses keinen Einfluss mehr auf die Bauteilgeometrie haben. Die wichtigen Bauteilmaße werden daher durch eine Vorfixierung sichergestellt. Die Palette der Verfahren zur Vorfixierung ist heute vielfältig. Die hierfür benötigten Vorrichtungen werden intern konstruiert und im eigenen Werkzeugbau erstellt.
Die vorfixierten Bauteile werden belotet und dann in einer unserer Ofenanlagen gelötet. Die Bauteilspezifikation können wir durch umfassende Qualitätskontrollen absichern. Über Lehrenprüfungen, Richtvorgänge hin zur Dichtheitsprüfung mit anschließender Kennzeichnung und Beschriftung stellen wir einen vereinbarten Produktionsstatus her, der eine direkte Weiterverarbeitung nach Auslieferung der Löt- Baugruppen erlaubt. Das reduziert logistischen Aufwand und Schnittstellen.
Dieses „Alles aus einer Hand“ – Konzept ist fest in unseren Alltag integriert und wird von vielen unserer Kunden gerne in Anspruch genommen.
Die passende Lösung
Verfahren zur Bauteilvorfixierung
Verfahren zur Bauteilprüfung
Alles aus einer Hand – mit Qualitätgarantie
Logistischer Vorteil: Durch die Bündelung von Löten, Montage und Prüfung an einem Standort entfallen zusätzliche Transportwege sowie Abstimmungsaufwände zwischen mehreren Dienstleistern. Dies reduziert Durchlaufzeiten und erhöht die Prozesssicherheit. Sie erhalten ein einbaufertiges Produkt, das direkt in Ihre Endmontage integriert werden kann.
Individuelle Vorrichtungen: Für die Montage und Prüfung greifen wir auf unseren eigenen Vorrichtungsbau zurück. Wir konstruieren und fertigen individuelle Vorrichtungen und bei Bedarf Sondermaschinen, die exakt auf Ihr Bauteil abgestimmt sind.
Jedes Bauteil verlässt unser Haus erst nach erfolgreicher Prüfung. Ob Dichtheit, Maßhaltigkeit oder Festigkeit – wir prüfen nach Ihren Vorgaben und gewährleisten so eine gleichbleibend hohe Serienqualität.
Vormontage der Lötbaugruppen
Verstemmen und Verpressen sind mechanische Fügeverfahren zur dauerhaften Fixierung von Bauteilen ohne zusätzliche Verbindungselemente. Beim Verstemmen wird Material lokal plastisch umgeformt, um Komponenten formschlüssig miteinander zu verbinden, während beim Verpressen Bauteile durch gezielten Krafteintrag kraft- oder formschlüssig gefügt werden. Beide Verfahren zeichnen sich durch hohe Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit und eine wirtschaftliche Integration in die Serienfertigung aus.
Laserschweißen ist ein präzises Fügeverfahren, bei dem Bauteile mittels fokussierter Laserstrahlung stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Durch die hohe Energiedichte entsteht eine lokal begrenzte Schmelzzone mit minimalem Wärmeeintrag, wodurch Verzug und Gefügebeeinflussung reduziert werden. Das Verfahren ermöglicht reproduzierbare, hochfeste Verbindungen und eignet sich besonders für anspruchsvolle Anwendungen in der Serienfertigung.
Widerstandsschweißen ist ein thermisches Fügeverfahren, bei dem Bauteile durch elektrischen Strom und den dabei entstehenden Widerstandswärmeeffekt stoffschlüssig verbunden werden. Die Erwärmung erfolgt lokal in der Fügestelle, während gleichzeitig mechanischer Druck auf die Bauteile ausgeübt wird. Das Verfahren ermöglicht kurze Prozesszeiten, hohe Reproduzierbarkeit und ist besonders für automatisierte Serienprozesse mit hohen Stückzahlen geeignet.
CMT-Schweißen (Cold Metal Transfer) ist ein modifiziertes Lichtbogenschweißverfahren, bei dem der Werkstoffübergang durch eine kontrollierte Drahtbewegung und einen gepulsten Stromfluss präzise gesteuert wird. Durch den zyklischen Rückzug des Drahtes erfolgt der Tropfenübergang nahezu spritzerfrei bei deutlich reduziertem Wärmeeintrag. Das Verfahren ermöglicht prozesssichere, verzugsarme Verbindungen und eignet sich besonders für dünnwandige Bauteile sowie unterschiedliche Werkstoffkombinationen.
WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgasschweißen) ist ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem die Verbindung der Bauteile mittels einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode unter Schutzgasatmosphäre erfolgt. Der Lichtbogen sorgt für eine präzise und kontrollierte Aufschmelzung des Werkstoffs. Das Verfahren zeichnet sich durch eine sehr hohe Nahtqualität, exakte Steuerbarkeit und saubere, spritzerfreie Schweißergebnisse aus.
Prüfung der Lötbaugruppen
100%ige visuelle Sichtkontrolle ist eine Basisprüfung die für alle, in unseren Öfen gelöteten Bauteile, angewendet wird. Hierbei wird kontrolliert, ob das Lot komplett aufgeschmolzen, die Oberfläche durch das geschmolzene Lot benetzt ist und sich im Bereich der Lötstelle eine geschlossene Hohlkehle gebildet hat. Wenn diese Prüfung bestanden wurde, kann von einer erfolgreichen Lötverbindung gesprochen werden.
Druckdifferenz- und Heliumprüfung sind etablierte Verfahren zur Dichtheitsprüfung von Lötbaugruppen mit unterschiedlichen Genauigkeitsniveaus. Bei der Druckdifferenzprüfung wird das Bauteil mit Luft oder Prüfgas beaufschlagt und ein Druckabfall gemessen, wodurch Leckagen zuverlässig im mittleren Dichtheitsbereich detektiert werden können. Die Heliumprüfung hingegen nutzt Helium als Spurengas und ermöglicht durch hochsensitive Detektion die Identifikation kleinster Leckraten, wodurch sie deutlich präziser ist und für höchste Dichtheitsanforderungen eingesetzt wird. Leckraten und Prüfdrücke werden gemeinsam abgestimmt.
Lehrenprüfungen sind einfache und praxisnahe Prüfverfahren zur Maß- und Funktionskontrolle gelöteter Bauteile. Dabei wird mithilfe definierter Prüflehren schnell überprüft, ob Bauteile innerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegen und die geforderte Passgenauigkeit erfüllen. Trotz des geringen Prüfaufwands liefert das Verfahren eine hohe Aussagekraft und gewährleistet eine zuverlässige Qualitätssicherung in der Serienfertigung.
Schliffprüfungen sind zerstörende Prüfverfahren zur detaillierten Analyse gelöteter Verbindungen im Querschnitt. Durch das Präparieren und mikroskopische Auswerten der Schliffbilder lassen sich Lotfluss, Diffusionszonen und Gefügestrukturen präzise beurteilen. Das Verfahren ermöglicht eine fundierte Bewertung der Verbindungsqualität und dient als wichtige Grundlage für die serienbegleitende Prozessüberwachung und -optimierung.
Häufige Fragen zu Montage und Prüfung
Welche Dichtheitsprüfungen sind möglich?
Wir bieten sowohl die Druckabfallprüfung mit Luft als auch die sehr genaue Helium-Leckprüfung an, je nach Dichtheitsanforderung Ihrer Bauteile.
Können auch geschweißte Baugruppen geliefert werden?
Ja, wir bieten Laserschweißen sowie WIG-, CMT- und Widerstandsschweißen an, um Baugruppen vor oder nach dem Löten zu komplettieren.
Werden Vorrichtungen benötigt?
Für viele Montage- und Prüfaufgaben sind spezifische Vorrichtungen nötig. Diese konstruieren und bauen wir individuell für Ihr Projekt.